Galgenbuck — Grossraumentwicklung Dättwil
Eine der letzten grossen Baulandreserven Badens: über 15 Hektaren am Galgenbuck in Dättwil sollen Platz für rund 600 Wohnungen und bis zu 1'400 neue Bewohner:innen schaffen. Das Einzonungsverfahren ist seit Jahren blockiert; ein neuer Masterplanprozess läuft ab Januar 2026.
Worum es geht
Der Galgenbuck in Dättwil ist eine der letzten grossen Baulandreserven der Stadt Baden — über 15 Hektaren, heute mehrheitlich Übergangszone (Landwirtschaft), genutzt von einem Gemüsebauer, einer Baumschule und einem Reitsportbetrieb. Die geltenden Pläne sehen Platz für rund 600 Wohnungen und bis zu 1'400 neue Bewohnerinnen und Bewohner vor; ältere Konzepte sprachen sogar von bis zu 2'200 Personen.
Lange Vorgeschichte
| Jahr | Meilenstein |
|---|---|
| 2007 | Start des Planungsprozesses via Studienauftrag |
| 2009 | Entwicklungskonzept Van de Wetering & Seiler (Zürich) als Leitfaden |
| 2011 | Stadtrat genehmigt ersten Entwicklungsrichtplan |
| 2013 | Mitwirkungsmodell und öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit Eigentümerschaften |
| 23.09.2019 | Stadtrat genehmigt revidierten Richtplan |
| 2020 ff. | Einzonungsverfahren blockiert (Streitpunkt: Erschliessung) |
Warum es stillsteht
Bis heute konnte keine Einigkeit über die Verkehrserschliessung des Galgenbucks erzielt werden. Das hat das Einzonungsverfahren faktisch zum Erliegen gebracht. Der Kanton hat parallele Arbeiten an der Mellingerstrasse vorerst zurückgestellt, bis die Planungsfragen geklärt sind.
Neustart 2024–2026
Im April 2024 hat die Stadt den direkt Betroffenen einen kooperativen Workshopprozess vorgestellt, um die Inhalte des Entwicklungsrichtplans zu überprüfen. Am 26. März 2025 wurden die Grundeigentümer über Ergebnisse und nächste Schritte informiert. Am 9. Dezember 2025 hat der Stadtrat die Masterplanerarbeitung beschlossen — der Prozess startet im Januar 2026 mit Leitideen, übersetzt in städtebauliche Festlegungen und Masterplan.