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Merker-Turm — Hochhaus Krismer-Areal

Ein 64,5 Meter hoher, filigraner Wohn- und Gewerbe­turm mit 96 Wohnungen auf dem Krismer-Areal. Entworfen von Angela Deuber Architects (Chur). Der Sondernutzungs­plan ist rechtskräftig — der Baubeginn steht in den Startlöchern.

Das Projekt

Auf dem Krismer-Areal an der Ecke Garten­strasse/Brugger­strasse — gegenüber dem AZ-Turm — entsteht ein 18-geschossiger Wohn- und Geschäftsturm mit 96 Wohnungen und Gewerbe­flächen im Erdgeschoss. Mit 64,5 Metern Gesamthöhe ergänzt er das bestehende Hochhaus­ensemble westlich des Bahnhofs. Das Investitions­volumen beträgt rund 60 Mio. Franken, der Arbeitsname des Turms lautet «Bianca».

Architektur

Die in Chur ansässige Architektin Angela Deuber hat den 2019 ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen — einstimmig gegen acht weitere eingeladene Büros. Ihr Entwurf «Buds / Knospen» setzt auf eine bewusst schlanke, filigrane Volumetrie mit prominent sichtbaren Stützen, deren Form an aufgehende Blüten erinnert. Die Fassade ist weitgehend verglast, mit Glas­balkonen, die Blickbezüge zu Martinsberg, Stadtfriedhof und Goldwand öffnen.

An Brugger- und Garten­strasse sind kleine Vorplätze geplant; der Haupt­zugang erfolgt von der Brugger­strasse, ein sekundärer Eingang führt zum Merker-Areal.

Wettbewerb und Verfahren

Im April 2019 reichten neun Büros Wettbewerbs­beiträge ein, im Oktober 2019 entschied die anonyme Jury einstimmig für den Entwurf von Angela Deuber. Alle Beiträge wurden vom 6.–12. Dezember 2019 in der Galerie 94 im Merker-Areal öffentlich gezeigt. Zu den weiteren engeren Teilnehmenden zählten Gigon Guyer und Schneider & Schneider.

Stand und nächste Schritte

Der Sondernutzungsplan wurde im April 2023 vom Stadtrat verabschiedet und ist nach Ablauf der Einsprachefrist im Juni 2023 ohne Einwände in Kraft getreten. Nach Vorliegen der kantonalen Genehmigung läuft die Detail­planung. Anfang 2026 berichten lokale Medien, dass der Bau «in den Startlöchern» stehe.

Bildquellen

Visualisierungen des Siegerprojekts werden Angela Deuber Architects zugeschrieben. Sie sind über die genannten Quellen und die Website des Büros einsehbar.